Die Bedeutung der Fotografie

Die Bedeutung der Fotografie

Wenn ich Facebook öffne oder Instagram, überschwemmt mich förmlich eine Flut an Bildern. Hochzeitsbilder, Pferdebilder, Mädchen mit Ihren Pferden, mit Blumen, mit Kleidern, stehend, liegend, im Gegenlicht......

 

Oft höre ich, wann denn mal Schluss sei mit Mädchen auf Pferden oder warum denn ein Fotograf so teuer ist, kann doch auch ein Freund machen. Oder Onkel Bob (kurze Erläuterung: Onkel Bob ist die Person, die dir ins Bild springt, um selber schnell ein Bild zu machen :D ).

 

Meine Meinung: Ich hoffe, dass es noch ganz lange, ganz viele und tolle Bilder zu sehen gibt und das ganz viele Personen darauf sparen, sich solche tollen Erinnerungen anfertigen zu lassen. Klar, kann man sich denken: Ich verdiene ja auch mein Geld damit. Dies ist aber nicht der Grund für diese Meinung. Diese Meinung kommt von meiner eigenen Erfahrung. Ab einem gewissen Zeitpunkt kann eine Fotografie von uns, mit unserem geliebten Tier, die Bilder unserer Hochzeit, die, von unseren Babys oder die Fotografien mit unserem Partner einen unbezahlbaren Wert erreichen. Den Wert erkennt man oft erst, wenn einem bewusst wird, wie vergänglich das Leben ist. Wenn das Tier plötzlich verstirbt, das Kind so schnell groß wird oder der Partner vielleicht krank wird -  Fotografien sind dann das einzige Abbild dessen, was wir vermissen oder der Zeit, die so schnell vergangen ist. Jeder sollte also Bilder von sich uns seinen Lieben haben. Diese Bilder bedeuten für diese Personen einfach sehr viel und wenn sie die 300sten Aufnahmen mit Blumen im Haar und Kleidchen auf dem Pferd haben möchten, dann ist das so. Was für einen selber das 300ste Bild ist, ist für den Einzelnen eine individuelle Erinnerung.

 

Diese Erfahrung habe auch ich erst vor kurzem gemacht. Mein geliebtes Pferd ist inzwischen sehr alt geworden und mit dem Alter kommen auch Gebrechen, die ein jahrelanges weiterleben nicht mehr möglich machen. Die Tage habe ich Bilder erhalten, die meine liebe Freundin Friederike Scheytt für mich gemacht hat. Diese Bilder bedeuten mir unendlich viel. Sie werden die einzigen greifbaren Erinnerungen bleiben, die ich aus 14 Jahren gemeinsamer Zeit für immer behalten werde. Bereits in 2014 habe ich Bilder von uns anfertigen lassen. Die liebe Alexandra Evang war bei uns zu Besuch und hat uns ebenfalls tolle Erinnerungen gezaubert. Für mich war es sehr wichtig, professionelle Aufnahmen zu haben. Handybilder sind zwar auch Erinnerungen, jedoch sind professionelle Bilder einfach schöner und können Gefühle besser transportieren... Man stelle sich das Bild oben vor, mit dem Handy gemacht... Kein Abheben von uns vom Hintergrund, kein Hervorheben der "Hauptdarsteller", keine bewusste Bildgestaltung... Die Wirkung wäre nicht die Selbe!

Ihr habt den Wunsch nach Bildern? Erfüllt ihn euch <3 

 

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Hochzeitsfotografie

Seit letztem Jahr fotografiere ich regelmäßig Hochzeiten. Zu Beginn war ich mir nicht sicher, welche meine Richtung sein wird. Ich habe lange überlegt - sind Hochzeiten das Richtige für dich? 

 

Ich denke, dass es vielen gar nicht bekannt ist was es heißt, Hochzeiten zu fotografieren. Mal von der Verantwortung die man hat abgesehen... Es gibt die Momente nur einmal... Der Kuss,  Emotionen, Reaktionen, Feuerwerk, aufsteigende Luftballons, Konfetti... Viele Momente, die es festzuhalten heißt. Das Auge ist stets wachsam und schaut sich in der Menge um, was gerade passiert - und das gleich mehrere Stunden... Neben dem Arm (vom Kamera halten), ist auch der Kopf absolut platt nach einer Hochzeit.

 

Wichtig ist zudem zu wissen worauf es ankommt. Welche Bilder sollte ich auf jeden Fall "im Kasten haben"? Wie gehe ich mit den Gästen um, wie verhalte ich mich in der Kirche, wie stelle ich die Bilder bereit. Alles Dinge, die man erlernen muss.

 

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Dutzende Fotografen bieten dutzende Workshops an (welche sich meiner Meinung nach sehr gut als Ergänzung eigenen aber niemals die Erfahrung, live dabei zu sein, ersetzen), man kann sich von Kollegen inspirieren lassen oder einfach mal als Assistenz anfragen. So habe ich es gemacht. Durch glückliche Zufälle und viel Eigeninitiative hatte ich die Möglichkeit, bei Profis mitzuarbeiten und zu sehen, wie diese an eine Hochzeit herangehen - ohne Vergütung (meine Arbeit und Hilfe wurde aber liebevoll honoriert) . Dies hat mich sehr platte Füße, schmerzende Arme und einen müden Kopf gekostet, mir aber vor allem sehr geholfen. Diese Erfahrung ist nicht damit zu vergleichen einen Style-Shot zu organisiert, in dem man mit selbst arrangierten Szenen Referenzbilder zeigen möchte. Bei einer Hochzeit hat man nicht immer Zeit in Ruhe zu arrangieren. Auch das Brautpaarshooting muss in den meisten Fällen ziemlich fix gehen - die Gäste möchten ja schließlich nicht 2 Stunden auf das Brautpaar warten. Es heißt also, dass man die Location zuvor checken sollte - oder - man improvisieren kann und das entsprechende Auge hat, schöne Fotolocations in kurzen Augenblicken zu erfassen.

 

Der Kunde möchte einen professionellen Service. Um diesen anbieten zu können muss man sich entwickeln und investieren. 

Für mich ist es großartig, dass meine Kunden mir das Vertrauen entgegenbringen dieses besondere Ereignis in ihrem Leben zu begleiten. 

 

Zur Zeit arbeite ich an einem Hochzeitsguide für meine Kunden. In meinem Blog werde ich vereinzelnd auch Inhalte hieraus posten. Bleibt also gerne up-to Date und folgt meinem Blog oder meiner Facebook-Seite. Hier gibt es immer die neuesten Einträge.

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Fotografierst du noch oder Photoshoppst du schon?

Eines vorweg: Für mich gehört das Bearbeiten / Optimieren von Bildern zum Tagesgeschäft. Auch bei  Hochzeit oder Betriebsreportagen sichte ich jedes Bild und optimiere es wenn nötig. Das kann dann bei 600-1000 Bildern schon mal eine Weile dauern.

 

Ich sage auch ganz ehrlich: Bearbeiten ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Kompositionen sind nichts für mich und manchmal haben einige Bilder nach exzessiver Photoshoppung auch nur noch wenig mit Fotografie, sondern viel mehr mit Kunst zu tun (Fotografie ist künstlerisch - ich weiß). Ich sage nicht, dass dies was Schlechtes ist. Jeder Künstler drückt sich anders aus. Ich stehe am liebsten hinter der Kamera und liebe es zum Beispiel die Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Weniger gestellte, mehr natürliche Situationen darzustellen.

 

Viele Fotografen sind beliebt weil sie gut bearbeiten. Die Haut schön glatt ziehen, die Farben verändern, Sachen wegstempeln oder Bildlooks mit Photoshop kreieren. Aber ist es nicht eben die Bearbeitung, die aus den Bildern dann erst einen Hingucker macht? Wie gut wären die Bilder wenn sie nur optimiert oder gar nicht bearbeitet wären? Wie viel ist fotografisches Können und was ist technische Nachbearbeitung? Wie wichtig ist Photoshop in der heutigen Zeit? Wichtiger, als das Licht und die Kamera zu verstehen?

 

 

Die Frage die sich stellt ist folgende: Was möchte ich? Bilder von mir auf denen ich auch noch einigermaßen aussehe wie ich oder ein Kunstwerk von mir? Ist es realistisch, dass ich keine, aber so gar keine Fältchen unter dem Auge habe und aussehe, als sei ich dem aktuellen Cover der Cosmopolitan entsprungen? Besser aussehen tut es auf jeden Fall. Meistens. Habe auch schon Fälle beobachtet, wo das Model nach ihrem PS make-over zum Zombie mutierte. Ist es dennoch gut, auf eine Darstellung meiner Person zu blicken die nicht der Realität, sondern nur einem Computerprogramm entsprungen ist?

 

Ich bekomme in Shootings oft zu hören: Ja, das kannst du dann ja bei Photoshop wegmachen, hinzumachen, glattziehen, dünner, größer, kleiner machen… Ja, könnte ich (wenn ich den Mehraufwand pauschal einfach mit ein paar mehr Euro verrechne),  Nein, möchte ich den meisten Fällen aber nicht (da der Kunde meistens nicht für das „mal eben wegmachen“ und die Zeit die dahinter steckt, zahlen möchte). Manchmal ist weniger auch einfach mehr!

 

 

Über Meinungen und Austausch würde ich mich freuen!

(PS: Das Bild ist out of cam)

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Vom rumprobieren und der Stilfindung

Ich fotografiere jetzt seit 3 Jahren. Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Ich weiß noch, wie ich meine fotobegeisterten Freunde mit dem Handy zu Lost Places begleitet habe und mir, auf dessen Lob für mein fotografisches Auge hin, meine erste Spiegelreflexkamera zulegte (EOS 600D mit Kit Objektiv 18-55 mm ).

Von da an ging es los mit dem Experimentieren. Ich hatte einige Fotografen denen ich bei Facebook oder in der Modelkartei folgte und welche mich inspirierten.

Ich probierte vieles aus: düsteres, künstlerisches, helles, romantisches, tierisches…

 

 

Nach drei Jahren meine ich, meinen Stil endlich gefunden zu haben. Was mich am meisten faszinierte waren die Bilder, in denen Emotionen und Gefühle rüberkamen. Ein Hauch von Romantik, helle, freundliche, Bilder oder aber mein liebstes Gegenlicht am Abend!

 

 

Ich hatte das große Glück, dass meine Fotografien so viel positiven Anklang bekommen haben, dass ich mein Hobby zum Teilzeitberuf machen konnte und mich nun seit eineinhalb Jahren in der Selbstständigkeit befinde. Das Jahr 2015 diente mir meinen Weg zu finden und mich darauf festzulegen, in welchen Bereichen der Fotografie ich Fuß fassen möchte. Ich dachte immer, dass die Fotografie im Bereich Pferd & Mensch mein Ding ist. Mir macht es Freude, die verschiedenen Pferd & Mensch Paare kennenzulernen und die Beziehung zwischen ihnen festzuhalten. Schließlich bin ich auch ein Pferdemädchen. Ich habe jedoch festgestellt, dass meine Stärke und mein Potential sich besser in der Hochzeits- und Paarfotografie sowie der Baby/Kinderfotografie zeigen. Zusätzlich habe ich seit 2014 meinen B2B Bereich ausbauen können. Hierunter fallen Betriebsreportagen und die Veranstaltungsfotografie.

 

 

Wie ihr seht kann es also auch mal Jahre dauern, bis man seinen Stil und seine Richtung findet. Das ist genial und man kann diese Freiheit nutzen um sich auszuprobieren.  Woher soll man wissen was einem liegt, ohne dass man es ausprobiert hat? Nehmt also eure Kamera in die Hand und lebt euch aus. Macht was romantisches, was düsteres, etwas das sexy ist, fotografiert Landschaften, Portraits, Tiere, Food! Macht euch keinen Stress - findet heraus, was euch Spaß macht!

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Corina´s Fototipps I

Unscharfer Hintergrund

Unscharfer Hintergrund

Oft werde ich gefragt, wie man denn den unscharfen Hintergrund beim fotografieren erzeugt. Wenn ein Bild im Hintergrund unscharf ist sagt man, es hat eine geringe Schärfentiefe. Man nennt es Schärfentiefe, da es die Schärfe eines Bildes in der Tiefe beschreibt (wenn man das Bild in „Ebenen“ von vorne nach hinten betrachtet) Mehrere Faktoren haben einen Einfluss auf die Schärfentiefe.

Der Einfluss der Blende auf die Schärfentiefe

Die Blende beeinflusst wesentlich die Schärfentiefe. Je größer die Blendenzahl ist, desto weiter ist die Schärfentiefe (denn desto kleiner ist die Blendenöffnung). Je kleiner die Blendenzahl ist, desto geringer ist die Schärfentiefe (denn desto größer ist die Blendenöffnung) – heißt, dass Bild bekommt einen unscharfen Hintergrund!

Tipp: Solltet ihr noch nicht manuell fotografieren, benutzt die Zeitautomatik (AV oder A). Somit habt ihr die Möglichkeit, die Blende selber zu bestimmen!

Einfluss der Brennweite auf die Schärfentiefe

Auch die Brennweite hat einen Einfluss auf die Schärfentiefe. Je länger die Brennweite, desto geringer die Schärfentiefe.

Einfluss des Abstands auf die Schärfentiefe

Je geringer mein Abstand zum Motiv, desto geringer die Schärfentiefe. Aber Achtung: bei kurzen Brennweiten bekommt ihr damit einen Fisheye Effekt je näher ihr herangeht.


Ihr wollt mehr wissen? Besucht doch einen meiner Workshops! Mehr Infos findet ihr hier!

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